Leider nicht wählbar: Die "Aktion für Durstige". Foto: HELGE NORMANN

Schabernack am Lampenmast

Wer sagt, dass mit den allgegenwärtigen Wahlplakaten keine inhaltliche Auseinandersetzung stattfindet, war noch nicht in Travemünde: Ein Werbeplakat des Gastronomiebetriebes „Hein Mück“ nimmt gleich zwei Parteien aufs „Korn“.

Der Travemünder Gastronomiebetrieb "Hein Mück" wirbt während der Landtagswahl mit einem Plakat, das gleich zwei Parteien aufs "Korn" nimmt. Foto: HELGE NORMANN
Der Travemünder Gastronomiebetrieb „Hein Mück“ wirbt während der Landtagswahl mit einem Plakat, das gleich zwei Parteien aufs „Korn“ nimmt. Foto: HELGE NORMANN

Der Werbespruch „Kein Mann soll mittags dursten“ klingt zwar verdächtig nach einem Wahlkampf-Spruch der LINKEN. Doch hier steckt eine ganz andere Partei dahinter, nämlich die „Aktion für Durstige“.

Ob die "Aktion für Durstige" wohl die 5-Prozent-Hürde schafft? Foto: HELGE NORMANN
Ob die „Aktion für Durstige“ wohl die 5-Prozent-Hürde schafft? Foto: HELGE NORMANN

Wahlkampfstrategisch ist das Plakat gar nicht schlecht gemacht: Die Aussage „Geh zu Hein Mück“ ist kurz und knackig formuliert. Und das Logo, ein stilisierter roter Zapfhahn, dürfte einen hohen Wiedererkennungswert bei Kneipengängern haben. Da fragt man sich, wie viele „Prozente“ diese Partei bei der Landtagswahl wohl einfahren wird …

Fällt gar nicht auf: Unbekannte Spaßvögel haben das Plakat zwischen echte Wahlkampf-Plakate gehängt. Foto: HELGE NORMANN
Fällt gar nicht auf: Unbekannte Spaßvögel haben das Plakat zwischen echte Wahlkampf-Plakate gehängt. Foto: HELGE NORMANN

Leider werden wir das nie erfahren, denn die „Aktion für Durstige“ steht auf keinem Stimmzettel und wird deshalb auch nicht in den Kieler Landtag einziehen.

Wer noch ein Souvenir für den Hobbykeller sucht: Die Plakate kann man im „Hein Mück“ (Vogteistraße 48) bekommen.

Erste Anfragen nach Abzügen sind im "Hein Mück" bereits eingegangen. Foto: HELGE NORMANN
Erste Anfragen nach Abzügen sind im „Hein Mück“ bereits eingegangen. Foto: HELGE NORMANN

Unbekannte haben eines davon sogar an einem Laternenmast in der Vogteistraße angebracht. Zwischen den „echten“ Plakaten fällt es auf den ersten Blick gar nicht auf. Und das sagt ja auch schon einiges über die Plakatwerbung im Landtags-Wahlkampf 2017 …